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Historische Bilder aus Staufenberg für das ganze Jahr

Veröffentlicht von Martin Büst am 27.01.2013
News >> 2012

Heimatvereinigung stellt 14. Kalenden vor - Zwölf Einblicke in die Vergangenheit für zehn Euro: Erlös kommt Pflege der Oberburg zugute.

Bilder aus vergangenen Zeiten zeigt auch die 14. Auflage des historischen Kalenders der Staufenberger Heimatvereinigung. Zur Jahrtausendwende hatte man die Idee, die Bilder aus dem Vereinsarchiv der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und seither gibt es jedes Jahr einen Kalender, der Ausschnitte aus der Vergangenheit Staufenbergs und seiner Stadtteile dokumentiert. Vorsitzender Lothar Greb, Ehrenvorsitzender Georg Mann und der stellvertretende Schriftführer Horst Wald stellten den historischen Kalender 2013 vor.

Das Deckblatt ziert eine Zeichnung von Treis aus dem Jahr 1895. Zu sehen sind die beiden Burgen, der Ortskern mit Kirche, der ehemalige Gefängnisturm und das einstige Back- und Waschhaus der Försterei. Um 1907 herrschte wohl noch strikte Geschlechtertrennung, zu mindestens lässt dies das Januar-Foto vom winterlichen Vergnügen "In der Au" in Mainzlar vermutet.

Während die Jungen sich im Vordergrund stolz mit Ihrem Schlitten präsentieren, stehen die Mädels im Hintergrund. Schule, Gastwirtschaft, Burgruine und Stadtturm zeigt eine Ansichtskarte von Staufenberg aus der Zeit um 1900 auf dem Blatt für den Februar. Längst Geschichte ist die Daubringer Zigarrenfabrik.Das März-Blatt zeigt die Zigarrenmacherrinnen und Zigarrenmeister Heinrich Wagenbach vor dem einstigen Fabrikgebäude. Die Aufnahme entstand um 1905 und damals trug man noch die traditionelle Tracht.

Etwa um 1947 datiert ein Schulbild mit Lehrer Robert Becker; die Jungen und Mädchen von einst sind alle namentlich auf dem April-Blatt benannt. Sehr lebendig präsentiert sich der Mai.

Hier ist ein Bild des Gießener Universitätszeichenlehrers Wilhelm Trautschold zu sehen. Auf dem Bild tummeln sich die Studenten der Landmannschaft Rhenania 1841 in fröhlicher Runde auf dem Staufenberg. Im Hintergrund sind die Ruinen der Unterburg, der Kirchberg und einige Nachbargemeinden zu erkennen.

Eine Aufnahme aus 1902 zeigt auf dem Juni-Blatt die Familie Ludwig Dorfeld, dem ehemaligen Pächter der Unterburg.

Der amerikanische Professor James T. Hatfield hat das Foto geschossen, das der Monat Juli präsentiert. Es zeigt eine Familie mit dem Kuhgespann in der Vorstadt auf der abendlichen Rückkehr von der Feldarbeit.

Die älteste bildliche Darstellung Staufenbergs ist auf dem Blatt für den August zu sehen. Sie findet sich in Wiegand Gerstenbergs "Landeschronik von Thüringen und Hessen", eine Handschrift aus der Zeit um 1500. Auf dem Bild ist die Belagerung Staufenbergs durch König Adolf von Naussau und Landgraf Heinrich von Hessen im Jahre 1296 als Federzeichnung dagestellt. Sehr viel später, nämlich zu Beginn der sechziger Jahre des 20. Jahunderts, entstand die luftaufnahme von Staufenberg, die das September-Blatt zeigt.

Der Oktober wird durch eine Ansichtskarte von Kirchberg repräsentiert, die aus der Zeit um 1900 stammt. Die Hintergasse 22 ziert das November-Blatt. In dem Fachwerkhaus wohnte um 1900 der Eisenbahner Friedrich Neeb mit seiner Familie. Seinerzeit wurden die Straßen mit Petroliumlampen erleuchtet, neben der Haustür erkennt man die Hühnerleiter. über die das Federvieh den Stall im Erdgeschoß erreichte.

Das Dezember-Blatt zeigt den Gießener Gartenbauarchitekten Eberhard Schwarz. Er hatte das Ehrenmal auf dem Staufenberger Friedhof entworfen und hielt anlässlich der Volkstrauertag die Einweihungsrede. Eberhard Schwarz war Gründungsmitglied der Heimatvereinigung Staufenberg und hatte von 1954 bis 1961 das Amt des Vorsitzenden inne.

Der Erlös aus dem Verkauf kommt der Pflege und Instandhaltung der Oberburg zugute.

 

Quelle: Gießener Anzeiger

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