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Der Torturm von Staufenberg

Wie bereits mehrfach hier genannt, wurde Staufenberg 1233 ermalig
urkundlich erwähnt und hatte bereits 1367 Stadtrechte.

1401 erhielt Friedrich von Rolshausen den Auftrag,
eine Stadtmauer mit Torturm und überdachtem Wehrgang
zu errichten, welche die Hintergasse, Mittelgasse,
Obergasse und Burggasse umschloß.

Von den drei Stadttoren ist nur noch der Torturm im
Süden erhalten. Der Turm wurde in zwei Bauabschnitten
errichtet und überragt mit seiner Höhe von 36 Metern
die umliegenden Häuser. Der wuchtige Turm mit
seinem beinahe quadratischen Grundriß ist
ein Wahrzeichen von Staufenberg.

Der sechsstrahlige Stern der Ziegenhainer, sowie die
Wappen der Familie Rau und von Schabe sind nebst
Staufenberger Elle sind noch an dem Mauerwerk gut
erkennbar. Die Elle galt als Längenmaß auf den
Staufenberger Märkten.

Von den vier Glocken im Turm wurden zwei aus
der ehemaligen Staufenberger Kirche, die 1838
abgebrochen wurde, übernommen.

Die kleinste der Glocken trägt keine Jahreszahl, sondern
nur die Inschrift "ave agracia"

Die älteste der anderen ist von 1601 mit der Inschrift
"AUS DEM FREIER FLOS ICH HANS KERLE
F(rank)F(urt) GOS MICH
".
Zwei Bilder zeigen Moses und Johannes den Täufer.

Die dritte Glocke entstand 1705: zwei Bildwerke stellen
Christus am Kreuz und die Auferstehung dar.
Dazwischen stehen die Namen der damaligen
Bürgermeister: Caspar Deucker und Johann Georg Schmid.

Die letzte Glocke trägt nur die Aufschrift:
"GOS MICH HENSCHEL IN GIESSEN 1782".

Im Jahre 1851 erhielt der Torturm eine Uhr mit zwei
Zifferblätter. Das mechanische Uhrwerk wurde in
den 70er Jahren des vergangenen Jahunderts durch
ein elektronisches Uhrwerk ersetzt.

Das alte Uhrwerk mit seinen Steingewichten befindet sich
heute im Staufenberger Heimatmuseum und ist noch
voll funktionsfähig.

 

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