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Der Verein

Wunderschöne Tage erlebten die Heimatfreunde auf ihrer diesjährigen „Fünftagefahrt“!

Bei der schon zur festen Tradition gewordenen Gruppenreise erkundeten Mitglieder und Freunde der Heimatvereinigung Staufenberg in diesem Jahr das Oldenburger Münsterland. Mit Unterstützung von Erletz-Reisen hatte Gerhard Lepper wieder sehr professionell und gekonnt ein Programm mit vielen kulturellen, historischen und landschaftlichen Besonderheiten zusammengestellt und den Ablauf bestens organisiert. Auch die Unterkunft in dem Viersternehotel „Heidegrund“ mit seiner familiären Atmosphäre und dem schönen Wellnessbereich, ließ keine Wünsche offen. So waren die besten Voraussetzungen für fünf erlebnisreiche und dennoch erholsame und geruhsame Tage gegeben. Auch das Wetter, das ja in diesem Jahr immer wieder für Überraschungen sorgte, zeigte sich endlich einmal von seiner schönen Seite.

 
Die Reise startete am Montag, 27. 08. 2012 schon um 6.30 Uhr, denn schon auf der Hinfahrt stand eine ausgedehnte Besichtigung in der Zeche Zollverein in Essen, die inzwischen als Industriekultur zum Weltkulturerbe gehört, an. In einer informativen Führung, unterstützt mit Videobeiträgen, erlebten die Teilnehmer sehr authentisch, den komplexen Abbau und die Aufbereitung der Steinkohle, als entscheidender Energieträger für die gesamte Schwerindustrie des Ruhrgebietes und auch für die Heizungen und Stromerzeugung für die Haushalte in weiten Teilen unseres Landes. Die Hälfte der Reisegruppe entschied sich während dieser Zeit für eine Stadtrundfahrt durch das Ruhrzentrum Essen mit seiner nicht nur von der Montanindustrie, sondern auch der kulturellen Vielfalt geprägten Metropole. Dabei warfen sie auch einen Blick auf das Einfamilienhaus der Familie Krupp, der Villa Hügel.
Mit der Freude über die schönen Zimmer und das gute Abendbuffet im Hotel Heidegrund endete der erste Reisetag.
 
Der Dienstag war ganztägig für ein Kennenlernen der schönen und bedeutenden Hansestadt Bremen eingeplant. In einer fachkundigen und interessanten Führung durch das Rathaus erfuhr die Gruppe anschaulich und eingehend vieles aus der Geschichte und den politischen Verhältnissen der „Freien Hansestadt“ und konnte die Räume und Einrichtungen bewundern. Die anschließende Führung durch die Altstadt mit dem bekannten Schnoor und der Böttchergasse, einer Besichtigung des St. Petri Doms und auch die anschließend ausreichende Zeit zum freien Bummel, ergaben insgesamt einen recht umfassenden Einblick in die schöne Hansestadt.
 
Was aus dem Zusammenwirken der Großindustrie in Essen, der Zeche Zollverein und den Stahlkochern Krupp werden kann, hat die Besichtigung der Meyerwerft in Papenburg am Mittwoch anschaulich und sehr beeindruckend gezeigt. Die Führung durch die beiden riesigen überdachten Baudocks 1 und 2 hat einen Einblick in die Planung, Konstruktion und den Bau der modernen Großschiffe gegeben. Die gesamte Logistik, die für den Bau eines modernen Passagierschiffes zu leisten ist, kann der Besucher nur staunend erahnen. Die Dimensionen eines solch gigantischen Ozeanriesen wurden beim Anblick aus unmittelbarer Nähe des schon fast fertig im Freidock liegenden Kreuzfahrtschiffes „Celebrity SOLSTICE“ erst recht bewusst.
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Nach einem beschaulichen Bummel durch das von der Werft geprägte Papenburg rundete ein Besuch des Niedersächsischen Freilichtmuseums in Cloppenburg den erlebnisreichen Tag ab. Die historisch getreu wieder errichteten Gebäude, ausgestellten Maschinen und dargestellten Handwerke und auch die gezeigten ländlichen Wohnverhältnisse und Arbeitsweisen, geben einen umfassenden Einblick in die früheren Lebensgewohnheiten und Lebensbedingungen. 
 
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen „Sehen und Erleben“. Vormittags lernte die Gruppe in einer umfassenden Führung die weniger bekannte, aber städtebaulich sehr interessante Stadt Oldenburg kennen. Neben dem Schloss und dem ausgedehnten gemütlichen Fußgängerzentrum ist die St. Lambertikirche besonders sehenswert. Die fast burgähnliche Außenfassade mit den dunklen Mauern und hohen Türmen lässt eine gotische Hallenkirche vermuten. Wer sie betritt, findet sich unerwartet in einem hellen Rundbau wieder. Diese Rotunde wurde Ende des 18. Jahrhunderts im klassizistischen Stil in die rechteckigen Außenmauern der ehemaligen gotischen Kirch eingebaut. Der so entstandene sehr helle und schlichte Kirchenraum ist sehr beeindruckend.
Am Nachmittag stand ein Besuch in dem wunderschönen Bad Zwischenahn an. Während einer Schiffsrundfahrt über das „Zwischenahner Meer“ ein Binnensee der in der Frühzeit durch Absenkung von Torfschichten entstanden ist. Die etwa einstündige Rundfahrt bei strahlendem Sonnenschein und mit vielen Informationen über den See und die Uferzonen, war ein besonders schönes Erlebnis für alle Reiseteilnehmer. Auch der anschließende Spaziergang durch den weitläufigen Kurpark und die Kurpromenade machte viel Freude.
 
Der Besuch in dem sehr bekannten großen Vogelpark in Walsrode war zum Abschluss der Fünftagefahrt nochmals ein besonderes Erlebnis. Der wunderschön gestaltete Park, die natürlich gestalteten Volieren und die Flugschauen der Greifvögel, bleiben sicher in besonders angenehmer Erinnerung.
 
Bei den Organisatoren, Herrn Gerhard Lepper und dem Team von Erletz-Reisen und auch dem freundlichen, zuverlässigen und stets hilfsbereiten Busfahrer Stephan, bedankt sich die ganze Reisegruppe nochmals sehr herzlich und freut sich schon auf die nächste Reise.

Verfasst von Horst Wald, 2. Schriftführer

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