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Stadt- und Schloßbesichtigung in Büdingen

 

Liebe Heimatfreunde,

am Sonntag, den 27. Februar 2011 führten wir im Sinne einer "Wanderung" eine Stadt- und Schlossbesichtigung durch. Ziel unseres Ausfluges war das wunderschöne hessische Städtchen Büdingen. Der Organisator für diesen Tag war unser 2. Schatzmeister Horst Wald. An dieser Stelle nochmals ein Dankeschön!!!

Alle, die mitfahren wollten, trafen sich ca. um 09:30 Uhr an der "Roten Schule" in Staufenberg und wurden auf die vorhandenen Pkws aufgeteilt. Gesamt waren wir 31 Personen und nun ging es ab nach Büdingen.

Treffpunkt "Rote Schule" in Staufenberg

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Die Fahrt dorthin verlief ruhig und ohne Zwischenfälle. Hin zur Büdinger Altstadt fuhren wir durch das neue Büdingen, sowie die Vorstadt bis zum "Jerusalemer Tor", dort hindurch in Richtung Marktplatz, an welchen wir auch vorbei fuhren und letztendlich auf der Höhe des "Garten Kölsch" parkten.

Von dort ging es noch ein paar Schritte weiter, bis wir dann auf unsere Stadtführerin trafen. Die Stadtführung dauerte ca. 1:30 Stunden und war sehr interessant. Für alle, die nicht mitfahren konnten, es aber gerne getan hätten, stelle ich am Ende noch einen kleinen geschichtlichen Überblick bereit. Damit Sie sich einen kleinen Ausschnitt verschaffen können, was wir an diesem doch leicht verregneten Tag alles sehen durften, zeigt die nachfolgenden Bildgalerie.

Stadtbesichtigung in Büdingen

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Auf der Seite der Stadt Büdingen gibt es die Möglichkeit, sich eine Übersicht der historischen Altstadt als PDF-Datei zu Laden. Hier der Link zum Download.

Für den Mittagstisch hatte Horst Wald das Restaurant und Hotel Bleffe ausgesucht. Ein sehr schönes Fachwerkgebäude mit einer sehr angenehmen Atmosphäre und guter Küche. Nach dem wir gut gespeist unf getrunken hatten, zogen wir von der Bleffe durch die hin zum Schoss Büdingen, welches wir besichtigen wollten. Hierzu besorgten wir uns in der Vorburg die entsprechenden Eintrittskarten und warteten auf unsere Schlossführerin.

Diese ließ auch garnicht allzulange auf sich warten und die Führung startete sofort von unserem Standpunkt aus. Da die Informationsfluten an diesem Tag schon extrem hoch waren und so schien es, sich noch bei der Schlossführung toppen ließen, verzichte ich hier auf weitere Ausführungen und stelle an dieser Stelle Bilder der Schlossbesichtigung zur Ansicht bereit.

Schloßbesichtigung - Schloß Büdingen

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Als krönender Abschluß des gelungenen Tages kehrten wir noch zu Kaffe und Kuchen in das Hotel Schlossstuben in der Schlossgasse ein. Im Anschluß machten wir uns auf den Heimweg nach Staufenberg.

Geschichte der (Alt)Stadt Büdingen

Die Altstadt von Büdingen umfasst siedlungsgeschichtlich die beiden im Mittelalter westlich der Burg auf planmäßigem Grundriss entstandenen Ansiedlungen der Altstadt und der Neustadt. Die beiden seit 1428 zu einer Stadt vereinigten Teile der Bürgerstadt wurden zwischen 1490 und 1503 durch Graf Ludwig II. von Ysenburg (1461–1511) mit einer – heute noch klar erkennbaren – Befestigungsanlage umgeben.

Innerhalb dieser Struktur finden sich neben mehreren feudalen Wohnbauten des Hauses Ysenburg und Sakralgebäuden eine einmalig geschlossen erhaltene Ansammlung von Handwerker-, Ackerbürger- und Burgmannenhäusern. Wegen ihrer wissenschaftlichen, geschichtlichen und künstlerischen Bedeutung steht die Altstadt als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.

Die Entwicklung der Stadt Büdingen nahm ihren Ausgang von der Wasserburg, die Mitte des 12. Jahrhunderts durch den Edelfreien Hartmann von Büdingen errichtet wurde. Mit ihrem Bau verlagerte sich der Siedlungskern im Tal des Seemenbaches von der um 1000 entstandenen Remigiuskirche nach Osten.

Im Schutz der Burg entwickelten sich an ihrer südwestlichen Seite zu beiden Seiten des Flusslaufs Ansiedlungen: auf dem rechten Ufer, im Bereich der heutigen Schloßgasse, die der Burgmannen, auf dem linken Ufer am Rand des Reichsforstes, im Bereich der heutigen Kellergasse, die der Waldleute.

Bereits 1321 wurde diese Ansiedlung als Stadt bezeichnet. Am 26. Juli 1330 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer Luther von Ysenburg, dem Herrn zu Büdingen, für seine Stadt das Marktrecht und um 1350 war die Befestigung aus einem System von Wällen, Gräben, einer Stadtmauer und Tortürmen fertiggestellt.

Da die Altstadt die sprunghaft ansteigende Bevölkerung nicht mehr aufnehmen konnte, entstand bereits Mitte des 14. Jahrhunderts in nördlicher Richtung zum Hang hin und durch einen Damm von der Altstadt getrennt eine neue Ansiedlung. Sie war überwiegend von Handwerkern bewohnt.

Ebenso wie in der Altstadt erfolgte ihre Anlage planmäßig mit rechtwinklig aufeinander zulaufenden Gassen. Etwa von 1390 an war auch sie von einer Befestigungsanlage umgeben und erhielt in dieser Zeit die gleichen Rechte wie die Altstadt.

1428 wurden Altstadt und Neustadt zu einer Stadt vereint und Ludwig II. von Ysenburg ließ ab 1490 eine gemeinsame Bestigungsanlage errichten. Vermutlich mit Kenntnissen vom Festungsbau in Italien entstand ein unter fortifikatorischen Aspekten sehr modernes System eines zweischaligen Mauerrings, mächtigen Wällen und einem Wassergraben, in das die bereits bestehenden Anlagen zum Teil miteinbezogen wurden.

Im Bau des Jerusalemer Tors fanden die Arbeiten 1503 ihren krönenden Abschluss. Erst über ein Jahrhundert später wurde mit der Einebnung des Dammes zwischen Altstadt und Neustadt auch die innere Einheit der Stadt baulich vollzogen. In der Folge verlagerte sich das öffentliche Leben weg vom Schlossplatz auf den an dieser zentral gelegenen Stelle neu entstandenen Marktplatz.

Bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts blieb die Altstadt einziger Siedlungsschwerpunkt. Dann leitete Ernst Casimir I. von Ysenburg mit dem Bau der Vorstadt die erste Phase der Stadterweiterung ein.

Literaturnachweis: Wikipedia

Fotos: © Heimatvereinigung Staufenberg

Mit freundlichen Grüßen

Martin Büst / 1. Schriftführer

Heimatvereinigung Staufenberg

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