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Der Verein

Die Heimatvereinigung Staufenberg e. V.

Die Vereinsgeschichte  · Gründung am 15. September 1934

Zur Werbung unserer schönen Burg wird die Gründung eines Staufenbergvereins geplant, die in den nächsten Tagen vorgenommen werden soll. Der Verein soll sich auch die Sorge für die Herrichtung der gesamten Burganlage und für die Belange unseres kleinen Städtchens angelegen sein lassen.

 Luftaufnahme aus dem Jahre 1934

Das konnte man am 1. September 1934 einem Zeitungsartikel entnehmen. Und bereits am 15. des gleichen Monats fanden sich 68 Interessierte zur Gründungsversammlung ein. Davon waren etwa die Hälfte aus Staufenberg. Andere Mitglieder kamen aus Gießen, Lollar, Mainzlar, Daubringen und Ruttershausen. Zu dem Vorsitzenden (Vereinsführer) wurde der Kirchberger Dekan Ludwig Gußmann gewählt. Der Mitgliedsbeitrag von einer Mark im Jahr ermöglichte es jedem "Volksgenossen", dem Verein beizutreten.

Der ursprüngliche Name "Heimatbund" musst in Zeiten des Deutschen Reiches in "Heimatvereinigung Staufenberg" geändert werden und diese Namensgebung hat bis in die heutige Zeit Bestand.

Vermutlicher Auslöser

Es wird vermutet, dass der erbärmliche Zustand, den die Oberburg nach der Weltwirtschaftskrise 1929 bot, den Auslöser für die Vereinsgründung gab. Denn das gesamte Areal war mit Dickicht und Gestrüpp zugewachsen, hohe Bäume verhinderten die eigentlich sehr schöne Aussicht auf das Lahn- und Lumdatal. So waren dann die ersten Maßnahmen das Freischneiden von Wegen, sowie das Schneiden, bzw. Fällen der hohen Ahornbäume. Schon in den ersten Jahren seiner Aktivitäten organisierte der Verein zwei jährlich stattfindende Veranstalltungen. Einen Heimatabend, der meist auf der Unterburg stattfand. Hier bot man Tanz und Gedichtsvorträge, Musik und Theateraufführungen an. Dann jeweils im September das Heimatfest auf der Oberburg; das heutige Burgfest. Das Programm bestand aus Liedvorträgen Staufenberger Schulkinder, Lichtbildervorträge und natürlich Musik und Tanz.
Diese Aktivitäten setzten sich bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges fort. Mit Beginn des Krieges endete die Vereinstätigkeit wie bei vielen anderen Vereinen auch.

Neue Chance in den 50zigern

Ansichtskarte aus den 50ziger Jahren

Neu erwachte der Verein im Jahre 1950 aus Anlass der 500-jährigen Zugehörigkeit zu Hessen. Am 20. August wurde die Heimatvereinigung in der Unterburg wiedergegründet. Vorsitzender wurde Bürgermeister Heibertshausen. Am 1. August feierte man ein großes Jubiläumsfest mit der Aufführung "Der letzte Ziegenhainer" auf der Oberburg. 1953 fand erstmals wieder ein Heimatfest statt und man konnte stolze 200 Mitglieder zählen.
Eine Jugendgruppe, die sich mit Laienspiel, Volkstanz und Instrumentalmusik beschäftigte, folgte 1954. Ein Jahr später eröffnete die Heimatvereinigung am 3. und 4. September die Freilichtbühne mit dem Theaterstück "Wenn der Hahn kräht", das von der Laienspielgruppe aufgeführt wurde.

Viele veränderungen ab 1960

1960 feierte man das 25-jährige Vereinsjubiläum und ernannte alle noch lebende Vereinsgründer zu Ehrenmitglieder; Ehrenvorsitzender wurde Eberhard Schwarz. Dieser trat 1962 von seinem Amt zurück und Bürgermeister Fuchs begleitet das Amt des Vereinsvorsitzenden. Im Jahre 1963 wurde der Kirchgarten überarbeitet und neu bepflanzt. Georg Mann übernahm 1964 das Amt des Vorsitzenden; auch wurde der gesamte Vorstand "verjüngt".

Arbeiten im Kirchgarten im Jahre 1966
Ab 1966 nahm die Einrichtung des Heimatmuseums konkrete Formen an, die Stadt stellt zwei Räume in der Roten Schule in Staufenberg zur Verfügung für die Unterbringung der gesammelten historischen Gegenstände. 1967 begannen die Arbeiten zur Freilegung des Kellers unter der Ruine des ehemaligen Burgmannenhauses. In den folgenden Jahren konnte, auch mit finanzieller Unterstützung des Landes Hessen, die einsturzgefährdete Wand des Burgmannenhauses gesichert werden.
Auch die Rote Schule nutzte man jetzt vollständig als Heimatmuseum. Die reichhaltige Sammlung von landwirtschaftlichen und handwerklichen Geräten, historischen Gegenständen und die Sammlung alter Fotoapparate mit Zubehör erfordert bald eine Erweiterung durch eine Remise.

 

Schlag auf Schlag ins neue Jahrtausend

Auch auf der Oberburg wurde weiter gebaut. Für die Unterbringung von Holz mauerte man den Stumpf des Torturms auf. Bis 1989 wurde ein Turm mit zwei Stockwerken und Spitzdach fertiggestellt. Ferner wurden die Grundmauern der 1838 abgerissenen Kapelle freigelegt, zum Teil neu aufgemauert und im Kirchgarten wurde ein Weingarten angelegt.

 Das 2007 fertigestellte neue Burghaus.

Das Flachdach des Burghauses zeigte Ende der 90ziger Jahren einige undichte Stellen, so dass man sich dazu entschlossen hatte, ein weiteres Stockwerk mit einem Spitzdach auf das vorhandene Gebäude aufzustocken. Diese Arbeiten konnten 2007 abgeschlossen werden. Seitdem verfügt die Heimatvereinigung über einen weiteren schönen Raum, der für Ausstellungen genutzt wird.

Diese erfolgreichen Tätigkeiten ist vor allem den jeweiligen Vorständen und ihrem Vorsitzenden zu verdanken. Neben den schon erwähneten Vorsitzenden Ludwig Gußmann, Bürgermeister Heibertshausen, Erberhard Schwarz, Bürgermeister Fuchs, Georg Mann und Gerhard Lepper sowie Helmut Heinrich. Nicht zu vergessen sind dies noch Bürgermeister Reuter, Bürgermeister Kress und Walter Klier.

Heute zählt die Heimatvereinigung Staufenberg e. V. über 500 Mitglieder. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen zählen die monatlichen Kaminabende, der Gottesdienst in der Kirchenruine am Himmelfahrtstag, der internationale Museumstag, das Burgfest im September und der Adventsnachmittag im Burghaus.

 

Vielen Dank für Ihr Interesse.
         
Heimatvereinigung Staufenberg e. V.

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